In bum-fucked Egypt

Vannacht hoorde ik tijdens de slaap een stem, die twee maal luid en duidelijk de volgende woorden sprak: ‘Am Arsch der Welt!’ (≈ in Nergenshuizen).
Er was niemand in de kamer, dus het moet mijn ziel geweest zijn, die zich met de keuze van mijn woonplaats wilde bemoeien.

13 reacties

Opgeslagen onder Dromen, Marburg, Persoonlijk

13 Reacties op “In bum-fucked Egypt

  1. In mijn omgeving hoor ik die uitdrukking ‘In een gat wonen’ ook nog regelmatig. Het gaat dan om afgelegen gehuchten, waar geen winkel of kroeg en voor de jeugd dus geen reet aan is. Topgaten zijn hier Kreileroord, Krabbendam en Driehuizen.

    In GB heeft Bangor de naam, omdat het zo afgelegen is t.o.v. de grote Britse agglomeraties. Toch heeft dat dorpje zelfs een universiteit. Maar het zal niet scoren als je in London zegt dat je in Bangor hebt gestudeerd.

  2. Anoniem

     Am Arsch der Welt — genau das war mein Gedanke, als ich letzte Woche von dir diese Worte las: “Goßfelden is een lelijk dorp met maar liefst twee autosloperijen. Het ligt nog tien minuten verder van de grote wereld dan Marburg.

     Ich habe das Gefühl, dass du auf die Stimme deiner Seele hören solltest. Für mich hört sich das so an, dass dir schon Marburg weit weg von der großen Welt scheint, von der Welt, so wie du sie brauchst. Ich selbst finde Den Haag und Wien anziehend, aber dich zieht es glaube ich eher nach Amsterdam und zu alten Bekannten.

     Dein Beitrag über die falschen Freunde passt meiner Empfindung nach übrigens auch genau ins Bild: geh nicht dahin, wo du allenfalls logeren, aber nicht wonen willst. Sei gut zu dir, auch wenn es ein paar Cent mehr kostet. Das ist ein viel geringerer Preis, als wenn dich eine falsche Entscheidung die Freude am Leben kostet.

  3. Quis hic loquitur? An sit anima mea?

  4. Charlie

     P.S.
     Ich habe mich übrigens eben sehr über mich geärgert, dass ich vergessen hatte, meinen Namen anzugeben. M. Anoniem heißt natürlich Charlie. Und der befasst sich nicht nur mit Sprachen und Phonetik, sondern angesichts seines voranschreitenden Alters gezwungenermaßen auch damit, ins Kalkül zu ziehen, dass jedes Leben einen Herbst hat.

     P.P.S.
     Ich habe gerade vor dem Versenden noch deine Reaktion gelesen. Ich bin ja auch nur ein kleines Menschenwesen und nicht deine anima; es war wohl meine Inspiration, die mir das eingeflüstert hat.

  5. Ha ha, das kann passieren, Charlie. Aber vielen Dank für Deinen einfühlsamen und weisen Ratschlag.
    Übrigens gefällt mir Den Haag besser als Amsterdam. Wien kenne ich nicht.

  6. mutalammis

    ach mein Gott das klingt ja so deprimierend! und auch mir aus der seele gesprochen…

  7. Charlie

     OMG, ich habe in der Nacht von bum-fucked Egypt geträumt, davon, wie Josef dem Pharao seinen Kuh-Traum deutet, von den sieben mageren und den sieben fetten Jahren, von den sieben Plagen, und vom Exodus.
     Nun ja, was meinen Exodus angeht: 1. Es besteht kein Grund zu einer hastigen Flucht, denn ich werde nicht wie die Israëliten geknechtet und verfolgt. 2. Ich bin mein eigener Moses und führe mich selbst. Nur: wohin soll ich mich führen, falls ich überhaupt aufbreche? Dahin, wo ich aufgewachsen bin, so, wie die Israëliten in ihr Ursprungsland gereist sind? Habe ich denn nach all der Zeit wirklich noch irgendeine „Heimat“? Heimat!? — Erst einmal scheint mir dieser Gedanke völlig absurd. Völlig absurd. Erst einmal. Aber ich will nicht so töricht sein, ohne objektiven Grund eine Möglichkeit ganz auszuschließen.
     Einen Traumdeuter wie Josef könnte ich sicher gut gebrauchen. Außenstehende sehen oft manches klarer als die Betroffenen selbst.

     @mutalammis:
     Deprimierend? Kommen denn nicht auf dieser Seite so ermutigende Ausdrücke vor wie: eine Stadt anziehend finden/eine Stadt gefällt, Freude am Leben, aus der Seele gesprochen, sieben fette Jahre und aufbrechen?
     Mir hat nie jemand Unsterblichkeit versprochen oder mir weisgemacht, dass das Leben eines Menschen immer leicht zu meistern sei. Aber trotzdem: Es gibt nichts Besseres. Deshalb: Carpe diem. Oder mit einem chinesischen Sprichwort: Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben. Außerdem – ich habe die Quelle nie finden können – soll Konfuzius gesagt haben: Es ist vernünftiger, eine Kerze anzuzünden, als über Dunkelheit zu klagen.

     @Emigrant:
     Ich habe übrigens vor Jahrzehnten auch einmal kurz in Marburg gewohnt, in der Frankfurter Straße, die andere Straße hieß glaube ich Damaschkeweg, und bevor ich das Gebiet verließ auch noch in Bürgeln (Gemeinde Cölbe), wo dem Zeitgeist entsprechend bei den Nachbarn überlaute „Urschrei“-Therapien stattfanden, und dann mehrere Jahre in Anzefahr (Stadt Kirchhain). Alles Berufliche und auch viel Privates spielte sich in jenen Jahren in Marburg ab.
     Ökologisch denkende und erdverbundene Menschen wie deine Teilzeitbauern habe ich damals in der Gegend öfter kennen gelernt. Das fand ich sehr nett.

     BTW: Is het oké als ik hier voortdurend in het Duits schrijf? Mijn geschreven Nederlands is immers heel rudimentair in vergelijking met mijn uitstekende Hoogduits. Vanzelfsprekend mag iedereen in zijn moedertaal antwoorden.

  8. @Charlie: Nein, Heimat gibt es nicht in dieser Welt. Vielleicht im seligen Nichts danach? Zwar habe ich neuerdings ausführlich mein Geburtsdorf und Umgebung besucht; aber wirklich, das geht nicht mehr.

    Nichts dagegen wenn Du auf Deutsch schreibst. Dein Niederländisch liest sich gut, aber ich weiß: Es ist fast unerträglich, wenn man in einer Fremdsprache nicht all sein sprachliches Können los werden kann. Ich habe das in umgekehrter Richtung. Es ist ein großer Nachteil der Emigration. So wird einem auch noch die letzte Heimat genommen.

    Einer meiner erdverbundenen Ökobauern hat sich inzwischen als ziemlich heftiger Antisemit entpuppt. Da hat sch seit den Dreißigern nicht mehr viel getan.

  9. Als grote stadsmens die nu in de periferie van de Nederlandse hoofdstad woont en werkt kan ik me niet eens voorstellen ergens aan het einde van de wereld te moeten vertoeven. Steden brengen me ook cultuur (gisteren OHK Leiden bijvoorbeeld…aanrader!), winkels, boeken, uitgaan en zo meer. Het idee ergens ver weg in stilte te moeten leven doet me nachtmerries ontstaan…

  10. @Leo: Ik ben helemaal aan de stilte gewend nu en ik vind het heerlijk. ‘s Nachts hoor ik hoogstens het liefdesspel van de eekhoorns.

  11. Charlie

     Emigrant schrieb: Einer meiner erdverbundenen Ökobauern hat sich inzwischen als ziemlich heftiger Antisemit entpuppt. Da hat sich seit den Dreißigern nicht mehr viel getan.

     Solche Menschen sind gefährlich. Und gefährlich ist es auch, einem möglicherweise aufkommenden Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit diesen Leuten gegenüber nachzugeben. Eine bloße Belehrung über Verwandtschaft, Geschichte und Ethik unserer drei monotheïstischen Verkündungsreligionen hilft leider wenig. (Dass derlei Inhalte sowie die Lektüre der großen religiösen Werke der Weltliteratur nicht zum Pflichtunterricht an öffentlichen Schulen gehören, bedauere ich trotzdem.) Wir müssen unsere Brüder und Schwestern mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln schützen. Ohne Wenn und Aber. Wehret den Anfängen!

     Entschuldigung, dass ich off-topic geworden bin, aber das ist ein Thema, bei dem ich nicht an mich halten kann und will.

  12. @Charlie: Ja, dat is blijkbaar de keerzijde van die Erdverbundenheit. Dan toch liever een Nederlandse tomaat zijn, op een kunstmatig bedje, met de wortels ergens in de lucht, zonder Heimat. Kosmopolit also …

  13. Charlie

     Der Übergang vom Nomadentum zum Landbau setzte erst einmal dem Umherziehen ein Ende, denn ein Bauer ist auf Gedeih und Verderb an seinen Acker gebunden. Erdverbunden könnte man auch das nennen. Dann kamen die Städte auf, und man ließ andere für seine Lebensmittel sorgen. Und diese eigentlich parasitäre Lebensform ermöglichte es schließlich wieder, umherzuziehen, allerdings ohne nomadisierender Viehzüchter, Jäger oder Sammler zu sein, und als Kosmopolit die ganze Welt zu seiner Stadt zu machen. Ja, auch ich bin vom Bauerntum abhängiger kosmopolitischer Parasit.

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