Euroge(b)eier

Die Bayern gehören zu den lautstärksten Gegnern der sogenannten ‘Griechenlandhilfe’. Nach ihnen soll Europa auf keinen Fall zu einer Transferunion entarten. Wir sind gerade mal wieder einem CSU-Austritt aus Europa entkommen.

Die Bundesrepublik ist bereits eine Transferunion. Dank dem Länderfinanzausgleich werden arme Bundesländer durch die reicheren strukturell unterstützt. Und Bayern ist das Geberland, das am meisten einzahlt. Im Jahr 2010 überwies der Freistaat 3,5 Milliarden an die Bundeskasse. Aber wie ist Bayern so reich geworden? Es verdankt seinen Nachkriegsreichtum den großen Mengen Einwanderer aus den Ostgebieten. Mit Hilfe dieser billigen Arbeitskräfte konnte sich der rückständige Agrarstaat endlich auch industrialisieren. Dabei wurde ihm geholfen mit Geld vom Bund. Bis 1986 war Bayern kein Geberland, sondern Nehmerland. Erst 1994, nach erfolgreicher Modernisierung, wurde es ein Geberland.

Ehrlich gesagt war Bayern schon Nehmerland als Preußen während und nach der Regiering Ludwigs II. (1864–1886) etliche Millionen zur Tilgung der fürstlichen Schulden überwies. Millionen, das waren die Milliarden von damals. Dann rede ich noch nicht von den Milliarden, mit denen Berlin neuerdings die marode bayrische Hypo Real Estate Holding retten musste.

Kurzum, Bayern sind Neureiche, die nicht jammern, sondern in Dankbarkeit der Segnungen der finanziellen Solidarität gedenken sollten.

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