Bildungswüste

Fünf, sechs amerikanische Universitäten werden im kleinen Noch-Ölstaat Qatar eine Filiale eröffnen, auf einem Campus, wo dann eine ‘Bildungsstadt’ (Education City) entsteht. Das Konzept ist nicht neu: in Ägypten befindet sich auch schon eine deutsche Universität. Es ist eine prima Idee: wichtige und nötige Fächer wie Medizin, BWL, Informatik und Wirtschaftsinformatik können dann vor Ort auf internationalem Niveau studiert werden, und sogar Politwissenschaft und Design. Man muß nicht mehr ins Ausland, was besonders den Frauen gut passt. 70% der Studierenden in Qatar sind Frauen; die Jungs spielen lieber mit Autos und Geräten.
Dabei wird aber denselben Fehler wie bei den Modernisierungen im 19. Jahrhundert gemacht: Sprache, Literatur, Recht und Theologie bleiben außen vor. Diese Geisteswissenschaften gelten entweder als überflüssig oder werden wie gehabt den traditionell ausgebildeten religiösen Gelehrten überlassen, z.B. dem bekannten Mufti Qaradawi, der fünf Kilometer weiter sitzt und dessen Bildungsniveau weit unter Abitur liegt. Seine ‘Wissenschaft’ ist aber mindestens so bestimmend für das Leben in Qatar und Umgebeung. Die Kluft wird immer größer.

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