Bildung

Nachdem Frau Merkel erst vergeblich versucht hat, das Klima, Deutschland und die Welt zu retten, versucht Sie sich jetzt an der Bildung, was immer das auch sei. Aber einmal laut ‘Bildung!’ rufen ist nicht genug. Es ist seit einigen Jahrzehnten ein Trend in der ganzen westlichen Welt, die Bildung abzubauen. Die Gründe sind sehr komplex, aber der Wunsch nach Verdummung sitzt sehr tief; den kriegt man nicht so schnell weg. Am Anfang steht vielleicht die Idee, daß die zarten Kinderseelen nicht belastet werden dürfen, oder is das nur Gerede, und ist der eigentliche Grund vielmehr, daß die Lehrer nicht genug mitzuteilen haben? Oder daß man es nicht verträgt, daß das eine Kind nun mal mehr lernen kann als das andere?
Ach, wie lernhungrig war ich zwischen meinem siebten und vierzehnten Lebensjahr; sind die heutigen Kinder das etwa nicht mehr? Aber sie dürfen nicht; sie werden betäubt mit elektronischen Geräten, die sie vom lernen abhalten sollen. Diese belasten angeblich die Kinderseele nicht, deshalb eignen sie sich hervorragend als Geburtstagsgeschenk. In den Schulen herrschen Schäbigkeit, Aggression und Streß, was das Lernen noch erschwert. Die Lehrer haben verständlicherweise keine Lust mehr und Französisch ist längst abgeschafft, sodaß ich nicht mehr weiß, wie ich meine Studenten noch in die Fachliteratur einweihen soll. Ich wette, daß die Hälfte der Studenten die Uni verläßt ohne auch nur ein Buch ganz zu Ende gelesen zu haben. Wozu noch das Ganze? Auch in den Naturwissenschaften klagt man über ausbleibenden Nachwuchs, hier wie in Amerika, Schweden, Israel, sogar in Osteuropa. Ja, der Bildungsabbau hat schon Erfolg gehabt. Nur in Ost- und Südasien wird noch studiert. Aus reiner Rückständigheit, wie ich vermute.
Bildung; mein Gott, Angela! Wenn Du es ernst meinst, bringt das etwas extra Geld, so hier und da, aber Ideen, Bestrebungen, Ziele, ein Ruck durch Deutschland? nein, die gibt es bei weitem nicht. Also, das Geld wird irgendwo versickern.
In den Unis ist das Hauptproblem längst nicht mehr die Finanzierung, sondern daß es keine Studenten gibt, die noch ein Buch lesen können/wollen. Wikipedia reicht nämlich wirklich nicht. Überdies sinken die Kinderzahlen, wenigstens in uniberechtigten Kreisen. Die Amerikaner sind wenigstens so clever, kluge Köpfe zu importieren; dazu wird Deutschland wohl nie in der Lage sein. Ausländer; igitt! Hier hat man seine Türken lieber ungebildet, wie die eigenen Arbeiterkinder auch.
Vielleicht brauchen wir gar keine Bildung. In The travels of Sir John Chardin into Persia, London 1686, lese ich, daß die persischen Jungs damals bis achtzehn spielen sollten und danach erst zu lernen anfingen. Geht auch.

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