Studentenwohnheim in Kairo

Mein Zimmer im Studentenwohnheim, in dem ich von 1971–72 wohnte, war in dem Altbau gelegen, im sogenannten mabnā Hilton, nach dem gleichnamigen Hotel. Dort waren Ausländer untergebracht. Mein Nachbar war ein Japanischer Muslim namens Ashraf; weiter im Korridor wohnten Philippiner, nette Jungs, die wahrscheinlich später Guerillakämpfer auf entlegenen Inseln geworden sind. Auch gab es Somalier, mit denen ich besonders gerne verkehrte. Die waren hoch intelligent, angenehm im Umgang und hatten eine viel besseres Abitur als die ägyptischen Studenten. Als ihr Land noch existierte, muß es nicht schlecht gewesen sein.
An dem Tag, das wir unser Zimmer verließen um es zur Verfügung der Mekka-Pilger zu stellen, die in Quarantäne mußten, hat der Japaner mich überrascht. Unglücklicherweise gab es an dem Tag kaum Taxis, weil es in der Innenstadt schwere Unruhen gab. Die Nilbrücken waren gesperrt. Ashraf hatte jedoch ein Pferd und einen Wagen organisiert. Ich muß gestehen: da war ich nicht drauf gekommen.
Das Essen. Der Staat hatte verstanden, daß Studenten potenzielle Unruhestifter sind. Deshalb stellte er drei Mal am Tag etwas grobe, aber reichhaltige und doch eigentlich auch leckere Mahlzeiten zur Verfügung, um ihnen das Maul zu stopfen. Die Studenten aus armen Verhältnissen müssen das als großen Luxus empfunden haben. Die ganze Verpflegung kostete £E 5,50 pro Monat; das war ein eher symbolischer Preis, wenigstens für mich.

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