Window dressing

Es war enttäuschend, die Verlagsbuchhandlung XXXX zu besuchen. Früher war die bekannt um ihre (relativ) gewagte Literatur, wobei Konflikte mit der Zensur mutig angegangen wurden. Jetzt nur noch fromme Bücher im Laden, wie überall sonst auch, und griesgrämige Bedienung. Dort war ich schnell wieder weg. Kurz danach bemerkte ich aber wo anders, daß der Verlag doch noch immer liberale Bücher verlegt. Der ganze Laden ist wohl eine Art window dressing der vorauseilenden Frömmigkeit, um den Islamisten den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Das hat die Regierung genau so gemacht, z. B. indem sie (schon vor Jahren) das Ausschenken alkoholhältiger Getränke auf teuere Hotels und Restaurants beschränkt hat. Wieder ein Thema weniger, über das die Schreier Radau machen konnten. Und mit der momentanen Homosexuellenverfolgung wird es auch so sein. Wem juckt es, ob jemand mit einem Mann schläft? Das haben die alten Ägypter bestimmt schon getan, und was soll man auch sonst, wenn an Frauen so schwer heranzukommen ist? Der zynischen, säkulären Regierung ist das ganze Thema sicherlich egal, aber sie ist schwach und fürchtet die nächste Welle der sittsamen Empörung. So verhält sie sich paradoxerweise islamistischer als die Islamisten.
Plärrenden, fußstampfenden Kindern und Islamisten kann man ja schwerlich etwas verweigern.

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