Tot

Tot sein, nicht mehr hier sein, kommt mir herrlich vor; der vielleicht lange Weg dorthin aber nicht. Könnte es doch so gehen wie damals bei einer Operation, als ich eine Vollnarkose verpasst bekam. Ein seliges Wegsinken und dann nichts mehr. Aber ich werde es wohl selber machen müssen. Früher habe ich Selbstmord immer als etwas Schmutziges betrachtet. Aber noch einmal nach Griechenland zu fahren, mich von einem hohen Felsvorsprung ins Meer zu stürzen, z.B. auf der Insel Hydra, damit könnte ich leben. Sterben, meine ich.
Man sollte sich eigentlich töten kurz bevor man wirklich ein Pflegefall wird. Die Ironie des Schicksals will aber, dass dieser Zustand einen meistens überrascht und man es dann nicht mehr kann.
Es sei denn, Europa ändert seine Haltung den Senioren gegenüber. Viele von Ihnen hatten noch nie eine so ruhige und wohlhabende Zeit wie jetzt, aber nach dem 80. oder 85. Lebensjahr wird es doch für alle eine Hängepartie. In zwanzig Jahren sieht es eh anders aus; da werden die Alten nicht mehr so umsorgt und gepflegt werden. Die wenigen jüngeren Leute die es dann gibt werden durch die vielen Alten irritiert sein und Wege finden, sie zu töten.
Es sind auch freundliche Lösungen wie Euthanasieprogramme denkbar. Auf Anfrage kann man sich entfernen lassen. Noch einmal eine schöne Musik nach Wahl hören, eine Tasse Kaffee oder meinetwegen Champus—die Kasse bezahlt—und dann die wohlige Spritze. So wird es aber nicht gehen; aus ethischen Gründen wird man die Leute langsam zu Tode quälen wollen.

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