Bus fahren in Kairo

Die Autobusse in Kairo waren voll, aber praktisch. Sie fuhren häufig und schnell und hatten nur wenige Haltestellen. Wenn man fast bei seinem Ziel war, drängte man sich durch die Fahrgäste in Richtung Ausgang. Die Tür stand immer offen, und wenn man da war, sprang man aus dem noch fahrenden Bus. Das mußte man lernen, aber es ging. Einsteigen, dringen, einen Sitz­ oder Stehplatz ergattern und verteidigen und rechtzeitig wieder rausspringen, das war die Kunst. Die Fahrkarten wurden kontrolliert von einem Kumsari, oftmals ein lustiger Bursche, der witzelte und ein warmfühlendes Herz hatte für Leute die keine Fahrkarte hatten, jedoch schwuren, sie seien unterwegs zu ihrer kranken Mutter. Eine Sache der Menschlichkeit, nicht wahr, haga insaniyya. Ich hatte eine Studentenkarte, die mich berechtigte statt 1 Piaster nur eine ta‘rifa, eine halbe Piaster, zu bezahlen. Manchmal hatte ich keine Lust auf das Volk und fuhr ich in der ersten Klasse, die ich aber voll bezahlen mußte: 2 PT. Der Unterschied war eigentlich nur der Geruch: Schweiß oder Rasierwasser.
Dort habe ich drängeln gelernt, diskret aber effektiv. Ich kann es noch immer. Aber aus fahrenden Bussen springen würde ich mir nicht mehr zutrauen.

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